Bezirksverband der Kleingärtner Wolfsburg und Umgebung e.V.

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Verfasst am 18.04.2026 um 09:30 Uhr

Neue Brutröhren für den Steinkauz

Mitglieder des Vorstandes des BVOS mit den Steinkauz-Nisthilfen. 

V.l.n.r. Günter Detmer, Birgit Ehrlich, Michael Schubert, Liane Rechtien, Adrian Redman, Mieke Nintemann-Winck, Hartmut Siefke, Dirk Hassmann

Kleingärtner engagieren sich für den Artenschutz


Osnabrück: Mit einem gemeinsamen Projekt setzt der Bezirksverband Osnabrück der Kleingärtner e.V. ein starkes Zeichen für den Naturschutz. Jedem der elf angeschlossenen Kleingärtnervereine wurde jetzt eine spezielle Brutröhre als Nistmöglichkeit für den Steinkauz übergeben. Ziel ist es, den Lebensraum des kleinen Eulenvogels nachhaltig zu sichern und seine Population weiter zu stärken. Der Steinkauz gilt seit Jahrzehnten als schützenswerte Art. Bereits 1972 wurde er vom Deutschen Bund für Vogelschutz zum Vogel des Jahres gewählt, ein früher Hinweis auf seine zunehmende Gefährdung. Auch in Osnabrück wird der Schutz des Steinkauzes seit langem ernst genommen: Schon vor 18 Jahren begann man hier mit gezielten Maßnahmen zum Erhalt der Art. Mit Erfolg, denn im Jahr 2021 konnten immerhin 35 Brutpaare im Stadtgebiet gezählt werden. An diesen positiven Trend möchten die Kleingärtnervereine nun anknüpfen. In jeder der beteiligten Kleingartenanlagen wird eine Brutröhre installiert, die dem Steinkauz als sichere Nist- und Rückzugsmöglichkeit dient. Gerade in strukturarmen Landschaften sind solche künstlichen Nisthilfen entscheidend für das Überleben der Tiere. Geleitet wird das Projekt von der Bezirksfachberaterin Liane Rechtien, die mit großem Engagement die Umsetzung koordiniert. „Mit vergleichsweise einfachen Mitteln können wir hier einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz leisten“, betont sie. Unterstützt wird die Initiative von der Niedersächsischen BINGO-Umweltstiftung, bei der sich der Bezirksverband ausdrücklich bedankt. Ohne diese Förderung wäre die Umsetzung in dieser Form nicht möglich gewesen. Mit dem Aufstellen der Brutröhren hoffen die Beteiligten nun, dass sich weitere Steinkäuze künftig in Osnabrück heimisch fühlen werden und ihr charakteristischer Ruf weiterhin in den Abendstunden zu hören sein wird.


Autor: Hartmut Siefke