In diesen Tagen holen viele Gartenbesitzer wieder erwartungsfroh ihre Samentüten aus dem Schrank. Die Zeit ist fast gekommen, um die ersten Kulturen in Minigewächshäusern zum Beispiel auf der Fensterbank vorzuziehen. Saatgut ist aber natürlich nicht unendlich lange einsetzbar, die Keimfähigkeit leidet im Laufe der Zeit. Es wäre natürlich ausgesprochen ärgerlich, wenn sich erst mehrere Wochen nach der Aussaat herausstellt, dass die Samen nicht aufgehen. Dann hängt der Hobbygärtner der Zeit hinterher und fängt mit neuem Saatgut noch einmal von vorne an. Um diesen Zeitverlust zu vermeiden, kann die Keimfähigkeit von älterem Saatgut mit einer Keimprobe ganz einfach getestet werden.
Für eine Keimprobe von Tomatensamen zum Beispiel werden 10 Tomatensamen, eine kleine Schale oder ein Teller, feuchtes Küchenpapier und Klarsicht- oder Frischhaltefolie benötigt. Das feuchte Papier kommt in die Schale, darauf werden die Tomatensamen gestreut und mit der Folie überspannt. Wichtig ist, dass das Papier gleichmäßig feucht gehalten wird und die Schale an einem warmen Platz steht, etwa auf der Fensterbank über der Heizung. Nach einiger Zeit sollten die Samen dann keimen. Wenn die Hälfte der Samen oder mehr aufgehen, ist alles in Ordnung und das Saatgut ist noch verwendbar, sollten es weniger sein, besser neues Saatgut kaufen. Diese Keimprobe kann und sollte natürlich auch bei Saatgut gemacht werden, das vor Jahren im eigenen Garten gewonnen wurde und bei dem man sich nicht sicher ist, ob es noch keimfähig ist.
Und noch ein Hinweis für alle Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner: Der NDR hat auch einen informativen Gartenpodcast. Der Titel lautet „Im Grünen Bereich – Der NDR Gartenpodcast“. In dem Podcast geht es darum, möglichst vielen Menschen Lust auf das Gärtnern zu machen. Sie finden den Podcast in der ARD Audiothek und auf vielen weiteren Plattformen.
Text: Ralf Walter, NDR 1 Niedersachsen
Gartenbeiträge im Programm von NDR 1 Niedersachsen:
Sonnabends, ca. 06:50 Uhr und 13:50 Uhr „Gartentipp mit Ralf Walter“.
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