Bezirksverband der Kleingärtner Wolfsburg und Umgebung e.V.
Tipps für den Garten
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Verfasst am 01.11.2018 um 19:00 Uhr

Vögel füttern im Winter

Wer in der kalten Jahreszeit den Vögeln etwas Gutes tun will, sollte in seinem Garten eine Futterstelle einrichten. Vor allem, wenn die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt liegen und Boden und Zweige unter einer Schneedecke verschwunden sind, werden das Futterangebot im Garten viele Vögel zu schätzen wissen. Hierbei bietet sich außerdem die Gelegenheit, die Vögel aus der Nähe beobachten zu können, was für Jung und Alt ein schönes Erlebnis darstellt. Im Nachfolgenden finden sich einige nützliche Tipps und Informationen, die beim Füttern der Vögel beachtet werden sollten, damit man den Vögeln auch wirklich etwas Gutes tut.


Wann? Was? Wie? Wo?


WANN sollte gefüttert werden?

Empfehlenswert bei der Fütterung ist der Zeitraum November bis Februar, weil dies die Monate sind, in denen am wahrscheinlichsten mit Temperaturen unter 0°C zu rechnen ist. Grundsätzlich spricht jedoch nichts dagegen, auch schon Ende September oder im Oktober zu beginnen. Der Vorteil dabei ist, dass sich die Tiere frühzeitig an die neue Futterquelle gewöhnen können und diese im Winter dann regelmäßig in Anspruch nehmen. Grundsätzlich sollte bis zum Ende des Winters, also dem Ende der Frostperiode gefüttert werden. Sinnvoll ist es allerdings auch im Frühjahr das Futterangebot noch weiter zu führen, weil so Elterntieren die Möglichkeit gegeben wird während der kräftezehrenden Aufzuchtzeit ihrer Jungtiere auf das Futter zur Unterstützung zurückgreifen zu können. 

Das Wichtigste bei der Fütterung ist, dass kontinuierlich gefüttert wird und nicht mitten im Winter damit aufgehört wird. Außerdem sollte das Futter regelmäßig aufgefüllt werden, da sich die Vögel schnell am die Nahrungsquelle gewöhnen und sich in der kalten Zeit auf sie verlassen.


WAS kann als Futter verwendet werden?

Bei der Fütterung der Vögel ist es wichtig zu wissen, welche Vögel auf das Nahrungsangebot zurückgreifen. Grundsätzlich lassen sich die Vögel in drei Gruppen, je nach Ernährungsweise einteilen. So wird zwischen Weichfutter-, Körner- und Allesfresser unterschieden.

Zu den Weichfutterfressern gehören Rotkehlchen, Zaunkönig, Heckenbraunelle, Amsel und Star. Sie nehmen ihre Nahrung meist direkt vom Boden auf und fressen tierische Kost, wie Raupen, Larven und Mehlwürme, feine Samen oder zerbröselte Futterringe oder -knödel. Grobes Körnerfutter, wie es meist in Futtermischungen vorhanden ist, rühren sie jedoch nicht an. Anstatt dessen sollten sie ihnen lieber weiche Nahrung wie Haferflocken, Mohn, Rosinen oder Obst anbieten.

Körnerfresser sind beispielsweise Finken und Sperlinge. Sie haben einen kräftig ausgebildeten Schnabel und können so auch die harten Schalen von Sonnenblumenkernen und anderen Samen aus Futtermischungen aufbrechen.

Für die Weichfutter- und Allesfresser eignen sich auch Fett-Körner-Mischungen sowohl als Streufutter als auch als Meisenknödel und -ringe. Die flexiblen unter den Weichfressern, die Allesfresser wie Meisen und Kleiber stellen sich im Winter auf Körner um und nehmen auch Sonnenblumenkerne, Hanf und Mohn an. So ist es sinnvoll am besten eine gute Mischung an Nahrung im Garten bereit zu stellen, damit diese dem Bedarf möglichst vieler Vögel gerecht wird.


WO ist es sinnvoll, Futterstellen zu platzieren?

Wer Vögel beim Fressen beobachten möchte, sollte den Futterplatz an einer gut sichtbaren Stelle platzieren. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass sich die Vögel beim Fressen ungestört und sicher fühlen. Hierfür sollte ein Platz gewählt werden, von welchen aus die Vögel die Umgebung gut überblicken können. Also nicht zu dicht an Hecken oder dichten Sträuchern, wo sich Feinde wie z.B. Katzen anschleichen könnten. Futterhäuschen können auch direkt an Baumstämmen oder Hauswänden angebracht werden. Eine Nähe zu Fensterscheiben sollte jedoch unbedingt vermieden werden, da sich der Futterplatz in der Scheibe spiegeln könnte, was wiederum zu tödlichen Unfällen führen kann.


WIE sollte das Futter bereit gestellt werden?

Für die Fütterung sollten Futterspender bzw. Futtersilos verwendet werden, bei denen die Tiere nicht im Futter herumlaufen und es so möglicherweise mit Kot verschmutzen könnten. Hierdurch können die Übertragung und die Verbreitung von Krankheitserregern gemindert werden. Solche Spender noch weitere Vorteile. Das Futter darin ist länger haltbar und kann dadurch auch auf Vorrat befüllt werden. Außerdem sollte ein Futterspender so konstruiert und angebracht werden, dass das Futter auch bei stärkerem Wind, Regen oder Schnee nicht durchnässt, weil es sonst entweder verderben oder vereisen könnte.

Wer trotzdem normale Futterhäuschen verwenden möchte, sollte diese regelmäßig mit heißem Wasser reinigen und immer nur wenig Futter einfüllen.

Miriam Soboll